Hier: Lebensraum – Situation

NRW-Studien, die das Lebensraum-Risiko für das Gebiet

des bergbaubetroffenen linken Niederrhein  verdeutlichen helfen.

Die Auswirkungen der Bergbautätigkeit wurden dabei nicht thematisiert!

Hochwasserschutz ist systemrelevant!

Wie wir uns sehen – Was unser Ziel ist
Selbstdarstellung

Maßnahmen zum Schutz Kritischer Infrastrukturen

sind politisch nicht in Sicht!

Eine Übersicht zur Vorsorge gegen Hochwassergefahren am Niederrhein etc. für Bewohner überschwemmungegefährdeter Gebiete. Informativ und übersichtliche Gestaltung.
Leider nicht für jeden Haushalt verfügbar.

 

 

 

Eine Studie über das potenzielle Schadenspotenzial am Niederrhein und die Auswirkungen von extremen Hochwasser für die Infrastruktur.
Tabuthema: Bergbau.
Fazit: Was bedeutet diese Erkenntnis für Verantwortliche? Quelle zur Erstellung von Richtlinien zur Schadensverhinderung?
Umsetzung ungewiss. Eine politische Strategie zur Schadensverhinderung nicht in Sicht.
Antwort Eingabe Feldmann

Studie mit vielen Erkenntnissen und Risiken für NRW.
Abschlussbericht der Studie Studie-2004
Fazit: Alles soll besser werden, doch nichts darf sich ändern.
Eine Studie für die Ablage?
MUNLV 24.10.04 Abschlussbericht

 

Bericht der FGG Rhein
über die Überprüfung und Aktualisierung der
Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten
im deutschen Teil des Rheineinzugsgebiets nach § 74 WHG
 2019-fgg-rhein-bericht-aktualisierung-hwgk-hwrk
Stand: 16. Dezember 2019

 

Geschichtliches

Seit der Besiedlung des Niederrheins war bekannt, dass der Rhein ein variables Abflussregime hat.
In Folge der Besiedlung und der Schaffung von Besitz und der Sorge um den Erhalt des Lebensraums war der Schutz vor Hochwasser naheliegend. Die Menschen reagierten durch entsprechende Hochwasserschutzmaßnahmen, die im laufe von Jahrhunderten immer weiter angepasst werden musste.
Mit dem Beginn der Industralisierung, im 19. Jh., rückte die Bebauung immer näher an den Fluss heran. Man engte das Abflussprofil des Rheins weiter ein und begradigte die Abflussrinne. Mit der Folge, der Rhein konnte sich nicht mehr ausbreiten. Also stieg der Wasserspiegel in Höhen die weitere Deichanpassungen erforderlich machten. Mit der Folge, das das bereits potenziell überflutungsgefährdete Land einer immer höheren Bedrohung ausgesetzt wurde.

In einer Zeit, wo nach Rohstoffen gesucht wurde, fand man am Niederrhein (NR) -insbesondere am linken NR – Steinkohle und Steinsalz. Aus heutiger Sicht mit fatalen Folgen für das bereits potenzielle Überflutungsgebiet. Absenkungen von bis zu 25 Meter bei der Steinkohle und über 5 Meter beim Steinsalz-Bergbau zeigen sich. Wobei der Senkungsmechanismus, zumindest im Salzbergbaugebiet,  noch nicht abgeschlossen ist.
Info der Bezirksregierung Düsseldorf von 2001 BR-Ddorf Schneider 2001
Fazit: Infolge der Klimaänderung muss mit höheren und öfteren Hochwasserereignissen gerechnet werden.

“Absoluter Hochwasserschutz ist nicht möglich. Die vorhandenen Hochwasserschutzeinrichtungen können versagen oder bei außergewöhnlichen Hochwasserabflüssen überströmt werden. Längere hochwasserfreie Perioden führen in den hochwassergefährdeten Gebieten zu einem sorglosen Umgang mit dem Hochwasserrisiko. Die Beeinflussbarkeit von Hochwasserereignissen ist gering. Grundsätzlich haftet weder das Land noch die Gemeinde für Schäden durch Hochwasser.” Quelle: MUNLV-NRW -Hochwasserfibel Dez. 1999.              

14.12.2011: Rheinkonferenz in Bonn, Veranstaltung im Alten Bundestag.
Teilnahme und Vortrag des HWS-Vorsitzenden H.-Peter Feldmann

Infrastrukturen entstehen durch BedürfnisseHistorikerin Dr. Lina Schröder

Lebensraumschutz – Mobilität – Versorgungssicherheit – EU-Ziele – Klima-Anpassung – Freizeit

 Zukunftssicherheit für Bergbau- und Tagebauregionen am linken Niederrhein

Ausblick in die 20er und 30er Jahre

Xanten 16.02.2020

In den letzten Jahren häufen sich Katastrophen-Hochwasser. Sie hinterlassen Milliardenschäden und Angst bei den Menschen, die an Flüssen leben. Der traditionelle Hochwasserschutz mit Deichbau oder Deicherhöhung hat die Probleme nicht gelöst und stößt an seine Grenzen. Der ursprünglich potenziell überschwemmungsgefährdete Niederrhein wurde/wird bis zu 25 Meter abgesenkt. Überstauhöhen bis über 10 Meter sind zu befürchten. Für viele Menschen besteht u.a. Lebensgefahr und Eigentumsverlust.

Behörden konstatieren: „Es gibt keinen absoluten Hochwasserschutz am Niederrhein“.

Weshalb? unsere Sachgründe:

  • Die Verwaltung des Rheinstromgebietes ist ohne Regie
  • Ist ein Extremhochwasser erst im Hauptstrom kann eine Senkung des Wasserspiegels nur durch ein Ausweichen in der Fläche (in tiefere Regionen) erfolgen.
  • Zwischen Andernach und Duisburg existiert keine durchgehende Deichschutzlinie.
  • Sicherer Abfluss liegt bei max. 12.000 m3/s. Soll-Abflussschutz= BHQ 2004 = 14.800 m3/s
  • Es existiert kein wissenschaftlicher Beleg über die Standsicherheit von Erddeichen
  • Risikoerhöhung von bergbaubetroffen potenziellen Überschwemmungsgebieten ohne Abflussmöglichkeit. Potenzieller Schadensbericht (RWTHAachen Feb. 2000) von bis zu 200 Mrd. Euro. Über 1,5 Mill.Menschen sind betroffen.
  • Ursprüngliches potenzielles Überschwemmungsgebiet wird bis zu 15 Meter abgesenkt.
  • EU-HWRM-Plan-NRW: „Es liegt an den verantwortlichen Akteuren, die Belange des Hochwasserrisikomanagements zu beachten und entsprechende Maßnahmen im Rahmen der fachlichen und finanziellen Möglichkeiten umzusetzen.“ Aussage vom 11.01.2016
  • Gemessen am Schadenspotenzial besteht keine Pflicht zur Schadensverhinderung
  • WHG, NHWSP und KRITIS: Die Bundesregierung weigert sich, das linksrheinische bergbaubetroffene Gebiet als Kritisches Infrastrukturgebiet auszuweisen.

Fazit:

Hochwasser und Starkregen ist unser Hauptproblem!

Auch eine andere Hochwasserschutzstrategie kann Überflutungskatastrophen nicht verhindern.

Daher sind Strategien erforderlich, indem Extremabflüsse des Rheins das Niederrhein-Gebiet NICHT erreichen dürfen!

 

Geplante Wasserstraßenverbindungen zwischen dem Niederrhein zur Maas und Schelde (Antwerpen)

Aus der Geschichte

lernen:

1. Periode:  1626 bis 1838 Philipp IV, Napoleon Bonaparte

2. Periode:  1839 bis 1939 Mehrstaatliche Kooperation

3. Periode:  1939 bis 1963 1. Paradigmenwechsel, Albert-Kanal

4. Periode:  1964 bis 1985 2. Paradigmenwechsel, Niederrheinische Initiative

Wobei die aufgelassenen Braunkohle-Tagebaue interessante logistische Bindeglieder zum Strukturwandel sowie an das Wasserstraßennetz der Benelux-Länder werden können. Die Strategie des Seine-Schelde-Kanals kann beispielhaft sein.

Wir haben dazu einen PLAN, der eine 5. Periode einläuten kann.

Anmerkungen zu den Topographischen Karten vom Landesvermessungsamt NRW Stand 2000:

Die Geländehöhenabstufung erfolgt in Farbabstufungen. Daraus können Sie das Geländehöhenprofil ableiten

Gerade im Bezug zur bergbaubeeinflussten Geländestruktur wird oft die Frage gestellt:

Mit welcher Überschwemmungshöhe muß ich rechnen, wenn die Deiche nicht halten sollten?

Theoretisch gesehen gilt die Formel:
Wasserspiegelhöhe (m) minus persönliche Geländehöhe (m) = Überstauhöhe in Meter

Extremabfluss am Niederrhein – Jahreswechsel 1925/1926

Deichüberlauf bei Wesel-Werrich-Xanten, Linksrheinisch. Abflussspitze 12.000 cbm/s.

Schleusenbruch 1983 Nähe Rheinfähre bei Xanten-Beek 
Überschwemmung bis nach Rheinberg/Salzbergwerk Solvay (noch ohne Bergsenkungen!)